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Bye Bye Magdeburg:
Die Aerosol-Arena verlässt die Landeshauptstadt

Nach 8 Jahren: Das kulturell und künstlerisch fascettenreiche und jahrelang sowohl international als auch bundesweit aktive und in der Szene anerkannte Projekt Aerosol-Arena wird die Landeshauptstadt Magdeburg verlassen.
Die Aerosol-Arena zieht weiter und wird zum 31.08.2020 das Gelände am Industriehafen nicht mehr als Freiluft-Galerie und Event-Location weiterführen.

  „Man mag uns seltsame Spinner oder ruppig nennen, aber wir hatten eine Idee und wir haben dieser Idee Leben eingehaucht! Was wir nie waren: ein unorganisierter Haufen im luftleeren Raum!“  [Aerosol-Arena: Jens Märker, Annika Schmermbeck, Steven Such]
 
Fakten:
- Die Aerosol-Arena schaut mit vollster Zufriedenheit auf Erfolge zurück: Über 5.000 Künstlerinnen und Künstler aus allen Teilen der Welt besuchten im Zeitraum von 2012 bis 2020 die Aerosol-Arena, die damit für die Stadt Magdeburg internationale Impulse setzten konnte und so die Region als Hot-Spot der internationalen Street-Art- und Graffiti-Szene etablierte.
 
- Ein vielseitiges Netzwerk kultureller AkteurInnen und PartnerInnen aus der Region konnte an diesem Projekt partizipieren und formte diesen Ort maßgeblich mit: Raum für Begenungen, Initiieren neuer innovativer und kulturell wertvoller Formate und das Entfalten der eigenen Kreativität sind nur einige der unzähligen Möglichkeiten, die die Arena als Angebot schaffen konnte.
 
- Als Stadtentwicklungsprojekt par excellence konnten die InitiatorInnen der Aerosol-Arena in den vergangegen Jahren aus eigenem Engagement und finanziellen Investment die Umnutzung der Industriebrache zu einem ausgewiesen Kreativquartier und einer massiv gefragten Open-Air-Location überführen. Ein Meilenstein hinsichtlicht des Realisierungsprozesses für das Entwicklungskonzept, entworfen von den MacherInnen der Aerosol-Arena.
Die Hintergründe:
Nach 8 Jahren strukturellen Wiederstandes geben die InitiatorInnen der Aerosol-Arena offiziell bekannt, das Projekt Aerosol-Arena in Magdeburg nicht mehr weiterzuführen.

„Magdeburg hat uns spüren lassen keine Aerosol-Arena zu brauchen! Unser Anker ist dort, wo Aerosol, Kunst und Raum gebraucht wird - ÜBERALL! Deshalb ziehen wir mit der Aerosol-Arena weiter und werden neue Wege einschlagen.“
[Aerosol-Arena: Jens Märker, Annika Schmermbeck, Steven Such]

Die Marke Aerosol-Arena als auch die in diesem Rahmen entstandenen Konzepte und Netzwerke werden in Zukunft also nicht mehr im Zusammenhang mit der Stadt Magdeburg stehen - wie sich das Projekt weiterentwickelt ist aktuell noch in der Planung.
 
„Die Energie, die eigenen finanziellen Möglichkeiten und die Zeit sind aufgebraucht, um diesen Kampf in Magdeburg weiterfortzuführen. Daher ist es bedauerlich und enttäuschend zugleich –  gerade auch für lokale, regionale und bundesweite BesucherInnen und KünstlerInnen – dieses Projekt und die damit verbundenen Potenziale in Magdeburg aufgeben zu müssen.“
[Aerosol-Arena: Jens Märker, Annika Schmermbeck, Steven Such]
 
Höchst unglücklich in diesem Zusammenhang ist es, dass die ProjektmacherInnen nicht gemeinsam mit der Kommune dieses Leuchtturmprojekt mit all seinen Möglichkeiten und Potenzialen weiterentwickeln konnten. Ganz im Sinne der Jury-Empfehlungen im Rahmen des Bewerbungsprozesses zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025, die auch maßgeblich in die Konzeption der Aerosol-Arena für das Bidbook und in die geplanten Entwicklungsprozesse der nächsten Jahre bis 2025 und darüber hinaus aufgenommen wurden.
https://www.kulturstiftung.de/wp-content/uploads/2020/01/Report_preselection_ECOC2025DE_for_publication.pdf
 
Für ein Projekt dieser Größenordnung ist ein kommunales Bekenntnis unabdingbar, die 30.000 Quadratmeter Fläche der ursprünglichen Industriebrache hätten sukzessive über einen längeren Zeitraum gemeinsam entwickelt werden sollen. Ansiedlungen von weiteren kulturellen AkteurInnen, KünstlerInnen sowie von
Kompetenzzentren aus der Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft waren dabei erstrebenswert und Anliegen der OrganisatorInnen der Aerosol-Arena.
 
Außerdem sollte eine wirtschaftliche Unabhängigkeit und damit nachhaltige Organisationsstruktur entstehen.
 
So konzipierten die MacherInnen der Aerosol-Arena neben unterschiedlichen Veranstaltungskonzepten (indoor/outdoor), die Einrichtung von Ateliers, Präsentations-/Ausstellungsorten, Gastronomie als auch nachhaltige sich in das Erscheinungsbild integrierende Übernachtungsmöglichkeiten, so dass eine Aufenthaltsqualität und somit auch eine für den regionalen Tourismus attraktive Struktur hätte geschaffen werden können.
 
Am Anfang waren unsere kreativen Köpfe gefragt, um aus dieser Industriebrache überhaupt ein Begegnungsort zu schaffen. Im Laufe der letzten Jahre haben wir uns selbst und unsere Idee der Aerosol-Arena so weit entwickelt, dass wir hätten zusammen „erwachsen werden“ können. Nicht alles aus einem Guss, wohl bedacht und immer prozessorientiert - das wäre unser Erfolgrezept gewesen!“ [Aerosol-Arena: Jens Märker, Annika Schmermbeck, Steven Such]
 
Das grundsätzliche Vertrauen in eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Magdeburg ist durch die mehr als ungünstigen Entwicklungen der letzten Jahre keiner produktiven Basis mehr zuzuführen. Engagierte und motivierte AkteurInnen können das meist nicht über lange Zeiträume leisten. Für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Magdeburg hinblicklich 2025 und darüber hinaus sehen die InitiatorInnen der Aerosol-Arena leider keine Zukunft.
 
„Dem geht unseres Erachtens immer eine Kommunikation auf Augenhöhe voraus. Das wäre für die Zukunft wünschenswert - für uns leider nun zu spät.“ [Aerosol-Arena: Jens Märker, Annika Schmermbeck, Steven Such]
 
Wir bedanken uns für jegliche Unterstützung, die großartigen Menschen, KünstlerInnen, Kulturschaffenden, PartnerInnen und BesucherInnen, die wir kennenlernen durften und mit denen uns die Aerosol-Arena zusammengebracht hat. Die vielen Projekte und Formate, die wir in der Aerosol-Arena begrüßen und unterstützen konnten, zeigten die Vielfalt, die Magdeburg hat und auch für die Zukunft braucht, die aber auch unterstützt und anerkannt werden müssen, um sie zu erhalten.

Wir konnten eine Menge wertvoller Erfahrungen sammeln und glauben noch immer: WE CAN - YOU CAN - EVERYBODY CANS ...EVERYWHERE!
 
Jens Märker / Annika Schmermbeck / Steven Such



Für Rückfragen und auch weiterführende Gespräche stehen wir gern zur Verfügung. Weitere Informationen können per Mail angefragt werden.

info@aerosol-arena.de
BYE BYE Aerosol-Arena

Es wird die Möglichkeit eines letzten Besuchs der Aerosol-Arena für KünstlerInnen und BesucherInnen in Magdeburg geben:

Zum Pfingstwochenende
(29. Mai - 1. Juni 2020) feiern wir - traditionell unseren Geburtstag - nun unseren Abschied und heißen alle Wegbegleiter, Freunde und Anhänger der Aerosol-Arena nochmal ein letztes Mal willkommen.

Weitere Infos folgen über
https://www.facebook.com/aerosolarena/

+++ Aerosol-Arena +++

www.aerosol-arena.de

info@aerosol-arena.de


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+++ INFOS FÜR BESUCHER*INNEN ZU PFINGSTEN +++
Während der Veranstaltung bitte den Besuchereingang über die Industriestraße nutzen.

Begrenzte Parkflächen sind für Künstler*innen auf dem Gelände vorhanden, Besucherparkplätze stehen am Klosterkamp 4 oder am Herrenkrugsteg (5 Min. fußläufig) zur Verfügung >> Zwischenwerkstraße, 39126 Magdeburg. GPS-Koordinaten: Breitengrad : 52.154649 | Längengrad : 11.672819
WE CAN - YOU CAN - EVERYBODY CANS ...EVERYWHERE!
Team der Aerosol-Arena
Annika Schmermbeck / Jens Märker / Steven Such
info@aerosol-arena.de

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Aerosol-Arena | Klosterkamp 4 | 39126 Magdeburg | Orga. & Redaktion: J. Märker | A. Schmermbeck | S. Such


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